Wie wirken die sechs Trainingsarten des Isokinators?

Isokinator-Training ist eine Kombination von 6 Trainingsarten gleichzeitig
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Prof. Dr. phil. Dr. med. Dr. hc. Jürgen Weineck, Institut für Sportwissenschaft und Sport der... mehr
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Prof. Dr. phil. Dr. med. Dr. hc. Jürgen Weineck, Institut für Sportwissenschaft und Sport der Universität Erlangen-Nürnberg und fünf seiner Kollegen beschreiben die (im Isokinator gekoppelten) sechs Trainingsarten wie folgt (Kurzfassung):

Isometrisches Training:

Hohe Kraftzuwachsraten! Die Fähigkeit einer explosiven Kraftausübung kann verbessert werden, wenn eine folgende Bewegung zuvor damit belastet wird (siehe Beginn jeder Übungsfolge mit dem Isokinator). Durch diese Vorspannung gelingt es, für die nachfolgende Bewegung eine größere Anzahl von Muskelfasern zu aktivieren. Diese Methode wird auch "Explosivkraftmethode" genannt (vgl. Prof. Dobrowolski u. Golowin in Weineck "Sportbiologie" 10, 2010, 385).

Isokinetisches Training:

Die gleichmäßige Belastung in allen Bewegungsabschnitten kräftigt die Muskulatur in allen Bewegungsabschnitten gleichmäßig. Durch den gleichmäßigen Kraftverlauf treten keine Belastungsspitzen auf. Muskelkatersymptome werden vermieden. Ideales Training, um auch Sportarten wie Schwimmen oder Rudern zu verbessern (vgl. Prof. Weineck in Sportbiologie 10, 2010, 373).

Exzentrisches Training:

Exzentrische Maximalkräfte (zäh-nachgebende Kraft durch den Zug des Gegenmuskels am Isokinator) liegen weit über denen anderer Trainingsmethoden. Aus diesem Grunde fördert es auch bei schon hochgradig trainierten Sportlern noch deutlich den Muskelzuwachs (vgl. Prof. Bührle/Schmidtbleicher in Weineck in Sportbiologie 10, 2010, 373).

Desmodromisches Training:

Desmodromisch wird ein Training, wenn die Muskulatur nicht nur während der isokinetischen Bewegungen, sondern auch in den Umkehrpunkten solcher Bewegungen die volle Kontraktion gleichmäßig beibehält. Das ist bei traditionellem Training nicht möglich. Durch die Kombination von isokinetischen, exzentrischen und gleichzeitig nicht unterbrochenen (desmodromischen) Kraftabläufen sind Trainingsreize erreichbar, die in dieser komplexen Form in keiner anderen Trainingsform realisierbar sind. Es bewirkt eine besonders ausgeprägte und schnelle Muskelquerschnitts- und damit Kraftzunahme (vgl. Prof. Weineck in Sportbiologie 10, 2010, 376).

Herz-Kreislauftraining:

Isokinator-Trainingsfolgen schalten nach ca. sechs Minuten Dauer ein effektives Herz-Kreislauftraining dazu. Man bemerkt es (als normale sportgerechte Reaktion) am tieferen und beschleunigten Atemgang und am erhöhten Puls. Ähnlich wie bei jeder anderen Sportart, jedoch hier auf die restliche Trainingszeit von noch neun bis vierzehn Minuten begrenzt. Sportmedizinisch ist das eine "Mittelzeit-Intervallmethode". Die Pausen zwischen den Muskelgruppen von 20 bis 40 Sekunden sind dabei willkommen (Sportmedizinisch: "Das Prinzip der lohnenden Pause"). Überanstrengungen des Herzmuskels sind dabei ohnehin nicht möglich, denn "Muskelkraft ermüdet immer vor Herzkraft" (vgl. Prof. Weineck in Sportbiologie 10, 2010, 343 ff).

Ausdauertraining:

Unter Ausdauer wird die Fähigkeit verstanden, eine sportliche Ermüdung des Körpers immer weiter hinauszuzögern. Eine sportliche Ermüdung ist die Erschöpfung der Muskulatur und der Energiereserven. Ausdauersport, wie z.B. Joggen, Radfahren, Walking oder Schwimmen reichen aber nach jüngsten Untersuchungen an der Sportwissenschaftlichen Universität Chemnitz allein nicht aus, um dauerhaft fit zu sein oder zu werden (vgl. HAZ 23.02.99). Das gleichzeitig kraftbezogene Training mit einem Isokinator bewirkt deshalb, was Ausdauertraining allein nicht schafft: Es beseitigt einen schwachen und deshalb schmerzenden Rücken, hängende Schultern, einen flachatmigen Brustkorb, schwache Knochen und Gelenkverschleiß. Auch Arme und Beine werden dabei athletisiert. Sie tragen dadurch weit mehr zur Gesundheit bei, als allgemein bekannt ist. Gut aufgebaute Arm- und Beinmuskeln fördern bei jeder Bewegung – nicht nur beim Training – den Rückstrom des Blutes zum Herzen. Der Herzmuskel wird dadurch sogar noch in seiner Arbeit entlastet.

Diese 6 Trainingsarten wirken automatisch bei jedem Isokinator-Workout in Kombination. Sie behindern sich dabei nicht gegenseitig. Im Gegenteil: Ihr Training wird so sehr intensiv und sehr erfolgreich, ohne dass Sie zusätzlich etwas beachten müssen. Eine gleichzeitige Kombination von gleich 6 verschiedenen Trainingsarten ist einzigartig und wurde von vielen Sportwissenschaftlern bisher nicht für möglich gehalten.

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